DSC03553 Haindorf klein
Kirche Markersdorf
Schneemann
Westbahnstraße
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Pfarrgemeinde Markersdorf

Geschichte: Das Gotteshaus wird im Jahr 1248 als Filialkirche von St. Pölten bezeichnet, befand sich aber bereits seit 1108 im Besitz des Stiftes Göttweig. 1748 erfolgte die Erhebung zur selbstständigen Pfarre. Nach 1430 wurde das linke Schiff der Kirche erweitert, in späterer Zeit verbaut und anlässlich der Restaurierung im Jahr 1980 wiederhergestellt. Im Jahre 1980 wurden auch die Fundamente des romanischen Vorgängerhauses freigelegt.

IMG_3402.JPGDSCN2006.JPGÄußeres: Der im Kern mittelalterliche Bau mit barockisierter Fassadengliederung weist eine hohe Chorpartie auf. Die analogen Chorhäupter der beiden gotischen Chöre (um 1400) mit 5/8 – Schluss besitzen fast durchwegs maßwerklose Spitzbogenfenster zwischen zwei geschossigen Strebepfeilern mit Pultdächern. An der Nordseite des Langhauses sind schlichte, jüngere Strebepfeilern zu sehen. An der Weststirnfront ist ein Römerstein eingemauert. Der romanische Vorgängerbau, dessen Fundamente 1980 freigelegt werden konnten, war ein rechteckiger Saalraum, etwa im Ausmaß der beiden hinteren Hauptschiffjoche mit einer halbkreisförmig eingezogenen Apsis auf der Höhe des vorderen Joches des Hauptschiffes. Aufgedeckt wurde auch ein römisches Steinrelief (2. Jahrhundert), das ehemals Teil des Altares war. Es wurde festgestellt, dass die südseitige Außenmauer des Hauptschiffes im vorderen Bereich ident mit der romanischen Außenmauer ist. Die Westseite des Gotteshauses ziert ein Bildstock mit einer Dreifaltigkeits-Darstellung (1713). 

Kirche innen Markersdorf2.jpgInnenraum:  An das zweischiffige, dreijochige, barocke Langhaus mit Kreuzgratgewölbe schließen die beiden einjochigen, kreuzrippengewölbten, gotischen Chöre mit 5/8-Schlüssen an. Die Rippen des Hauptchores ruhen auf Konsolen, die zum Teil figürlich gestaltet sind. Die Westempore entstanden zur Zeit des Barock. Das bemerkenswerte Gemälde (1786) des Rokoko-Hochaltares, das den Kirchenpatron darstellt, zählt zu den Schöpfungen von Martin Georg Schmidt. Es wird von Figuren der Heiligen Maria Magdalena und Katharina flankiert. Im Aufsatz sind Gottvater und die Weltkugel zu erkennen. An den Chorwänden befinden sich zwei spätgotische Sakramentsnischen. Links ist eine weiß-gold-gefasste barocke Statue des hl. Florian aus dem 18. Jahrhundert zu sehen. Die gegenüberliegende Seite ziert ein barockes Kruzifix. Das Zentrum des barocken Seitenaltares an der Chorstimwand des linken, etwas schmäleren Seitenschiffes bildet die gotische Statue der Muttergottes mit Kind (frühes 16. Jahrhundert). Das Oberbild mit einer Darstellung der Himmelfahrt Mariens wird der Schule des Kremser Schmidt zugeschrieben. Der Taufstein (klassizistisch ) mit Aufsatzfigur des Auferstandenen wurde ebenso wie die spätbarocke Kanzel im Jahr 1795 gefertigt. Die Reliefs des Kreuzweges weisen bemerkenswerte neubarocke Rahmen auf (spätes 19. Jahrhundert).

 

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